Uwe Marcus Rykov

Ariane Rykov


Mein Weg zum eigenen fotografischen Ausdruck

 

Fotografie war schon immer irgendwie ein Teil meines Lebens. Angefangen bei der Sofortbildkamera aus dem Drogeriemarkt, über Nikon FE2 oder Olympus OM-2 bis hin zur Pentax K1000 - Die Pentx K1000 wurde über 20 Jahre produziert. Sie verfügte weder über einen Selbstauslöser noch über eine Abblendtaste oder einen Ein- und Ausschalter und war trotzdem eine der meistverkauften Spiegelreflexkameras. in den Neunzigern schaffte ich mir die Pentax ME Super an, eine Weiterentwicklung der ME.

Es gibt kaum eine andere Methode, die Erlebnisse mitsamt ihrer ganzen Emotionen so hautnah festhalten zu können wie in der Fotografie. Das war auch der Grund warum es mich zur Fotografie hingezogen hat. Die Kombination aus einem Handwerk und und der Zielrichtung Kunst war es, was mich immer gefesselt hatte, denn jeder Mensch erzählt seine ganz eigene und persönliche Geschichte. Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, die schönsten Momente des Lebens für immer festzuhalten.

Nachdem ich mich viel im Bereich der Dokumentar-, Reportage, Industrie-, Architektur-, Werbe-, Mode-, Akt-, Naturfotgrafie, sowie der Landschaftsfotografie bewegt habe, stelle ich mich seither der Herausforderung Menschen zu portraitieren und Emotionen einzufangen. Später als Pressefotograf richtete sich mein Augenmerk auf ganz andere Aufnahmen. Auch die Kameraausrüstung wurde moderner und zeitgemäß. Mit Nikon begab ich mich als ersters auf die digitale Fotoreise, eine Nikon D70, D90, D3100 und dann zur Nikon D700. Von nun an fotografierte ich nur noch mit Sony und das bis heute. War es anfangs noch die Sony Alpha SLT-A58 und die Sony Alpha a77II habe ich mir noch die Vollformat Sony Alpha A850 zugelegt.

Fotografie heißt für mich nicht nur zu dokumentieren und einfach los zu "knipsen", sondern echte Gefühle und besondere Momente einzufangen. So kann ein Bild, dass im Bruchteil einer Sekunde entsteht, die Gedanken und Eindrücke eines ganzen Tages widerspiegeln.

Als Pressefotograf muss schnell das perfekte Foto sitzen, da bleibt keine Zeit mehrere hundert Bilder zu machen. Dafür benötigt man das richtige Auge und den richtigen Moment um ein gutes Foto einzufangen. Ich habe keinen speziellen Fokus auf ein bestimmtes Thema, sondern bin als Fotograf immer sehr vielseitig unterwegs gewesen.

Denn Fotografie ist eine kreative Tätigkeit, ähnlich der Arbeit eines bildenden Künstlers. Allerdings gibt es auch handwerkliche Aspekte, ähnlich der Arbeit eines Handwerkers. Für welchen Weg soll man sich nun entscheiden? Machen Fotografen Kunst? Was ist überhaupt Kunst? Ist Fotografieren nicht angewandte Kunst? Also nur ein Handwerk?

Die Kunst des fotografierens....

„Der Motor der Kunst ist die Innovation.“ Nach dieser Definition fallen klassische Handwerksaufgaben der Fotografie weg, zumindest wenn man Kunst machen will. Fotografie ist keine Kunst, solange nichts Neues entsteht oder kein eigener Blick entwickelt wird, dann ist die Fotografie nur ein Handwerk. Etwas nützliches, das kaum künstlerischen Wert hat.

Für uns Fotografen oder Pressefotografen gibt es unterschiedliche Wege. Wir als Fotografen welche etwas von Fotokunst verstehen wollen etwas transportieren, etwas durch unsere Fotografien wirken lassen, einen künstlerischen Aspekt setzen.

Sie können ein Handwerker sein, der Aufträge erledigt und seinen Lebensunterhalt damit verdient. Sie können ein Amateur sein, der für sich fotografiert und seine Fotos mit Bekannten teilt oder auf Flickr veröffentlicht.

Als Fotograf wollte ich schon immer Kunst machen, mich mit Thematiken beschäftigen, seinen eigenen Blick entwickeln, Reflektion meiner entstandenen Werke präsentieren.

Kunst ist eben eine Einstellung. Gute Fotos machen, ist eine Frage der Wahrnehmung von und dem kreativen Umgang mit der Ästhetik von Motiven und eben auch eine Frage der Ausrüstung.

Ariane Rykov ist vielseitig in ihrem kreativen Schaffen.

 

„Kunst als Ausdruck der eigenen Gedanken, der eigenen Möglichkeiten und der Schaffenskraft eines Individuums mit den eigenen Fähigkeiten durch die eigene Vorstellungskraft.“ Seit frühster Kindheit auf der Suche nach der Möglichkeit sich selbst in verschiedenen Richtungen zu verwirklichen. Inspiriert durch die 20er Jahre des letzten Jahrhunderts. Ariane Rykov betrachtete als Kind immer und immer wieder den Stummfilm Metropolis, nach dem Buch von Thea von Harbou aus dem Jahr 1925. Seit dieser Zeit interessierte sie sich für alles was mit Film und Schauspielkunst verbunden war. Der Stumme Film – die Schauspielerinnen und Schauspieler der Stummfilmzeit sowie die Schauspieltechniken der Großen Mythologen, Grotowski, Wachtangow, Stanislawski gelten bis heute als ihr großes Interessenfeld.

Neben der Schauspielerei interessierte sich Ariane Rykov für Fotografie, stellte allerdings schnell fest, das es dafür in ihren Anlagen kein Talent gab. Also widmete sie sich der Arbeit vor der Kamera – stand unter anderem dem Fotografen Dieter Schleifenbaum für eine Reihe von Akrobatik Fotos Modell. In den Jahren 2020 und 2021 hatte Sie die Ehre auch vor der Kamera von den bekannten Fotografen Roger Fritz und Gerd Rattei zu stehen.

Ariane Rykov widmete sich mit Beginn des Schauspielstudiums der Malerei – denn das Studium vermittelte ihr die Tatsache, das Schauspieler irgendwie alles können müssten. „Was machst du wenn der Maler für das Bühnenbild krank wird oder verhindert ist – du selber musst Hand anlegen und es sollte gut aussehen“. Das Wort „muss“ blockiert jegliche Kreativität und eine jegliche Form schöpferisch Tätig zu sein. Also „wollte“ Ariane Rykov und entdeckte dabei eine große Leidenschaft in ihrem Leben. Gedanken und Bilder zu Papier zu bringen, diese für die Ewigkeit festzuhalten – war eine Passion der sie folgen wollte.

 

Neben der eigenen künstlerischen Tätigkeit arbeitete Ariane Rykov im Romy Schneider Archiv zu Hamburg unter der Leitung von Dieter Schleifenbaum. Das Romy Schneider Archiv organisierte Ausstellungen und setzte sich für den Erhalt der Historie zu Romy Schneider ein.

Zusammen mit dem Institut Romy Schneider Archiv und Museum e.V. entstand die Idee – Romy Schneiders soziales Engagement in ihrem Namen fortzuführen.

Es entstand die Idee, im Romy Schneider Museum neben der Präsentation von Ausstellungsstücken zu Romy Schneider auch Künstler ihrer Zeit auszustellen und darüber hinaus auch Künstler der aktuellen Zeit.

 

„Die Idee entstand in mitten der tiefsten Corona Zeit. Wir haben uns für den Start des Museumsprojektes wirklich nicht die beste Zeit ausgesucht – im Jahr 2019 starteten wir das Projekt Romy Schneider Museum – und am Anfang des Jahres 2020 standen wir Corona machtlos gegenüber – eine Situation mit der keiner von uns jemals gerechnet hätte.

 

Allerdings wurde uns schnell klar – das wir nicht die ein-zigsten Kreativen sind – die unter den Einschränkungen der Pandemie zu leiden haben und damit kämpfen. Die gesamte Kreativ - Branche teilt diese Erfahrung. Um Romy Schneiders Engagement für Künstler fortzuführen kam folgende Idee auf: Die Organisation einer Ausstellung für bedeutende zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler. Kurzum kontaktierten wir die Künstler und erarbeiteten ein Konzept. Jeder Künstler sollte dafür eine Fotografie von sich selbst, eine Texttafel über sein Leben und Werk und ein Exponat welches er mit seiner Karriere verbindet für die Ausstellung zur Verfügung stellen. Die Ausstellungseröffnung fand am 2. Oktober 2021 im Romy Schneider Museum Schloss Klein Loitz statt – es handelt sich um eine Dauerausstellung für ein Jahr. Mit dabei sind so viele wunderbare Künstler, die unsere Zeit, die 2000er Jahre im besonderen Maße prägten (…) u.a. Thomas Anders, Christine Neubauer, Esther Filly Ridstyle, Adel Tawil, Nicole, Veronica Ferres.


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Künstlerportrait Ariane Rykov